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Dieser Tage wird ja viel geschrieben und geredet über das Glücklichsein. Dass es nicht im Außen zu finden ist. Dass man es nur in sich selbst findet und es selbst kreieren muss, und so weiter und so fort. Das mag ja alles stimmen, hilft mir jetzt aber gerade so gar nicht weiter. Es ist ein Tag vor Weihnachten und ich bin, oh Wunder, im Stress. Das Fest für die Familie Mall findet zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte in meinem zu Hause statt. Ich muss also einkaufen, putzen, kochen und hoffen, dass sich morgen die liebe Familie nicht gegenseitig verbal den Schädel einschlägt.

Dabei ist alles was ich momentan möchte ein heißes Schaumbad. Zeit für Selbstfürsorge sagt der wohl reflektierte ganzheitliche Coach in mir. Also ab in die Wanne! Nun ist das Jahresende bekanntermaßen auch eine Zeit in der man oft Bilanz zieht über die Ereignisse, Erfolge und Misserfolge des vergangenen Jahres. Stopp! kreischt also der innere Kritiker. Wo nimmst Du Dir eigentlich das Recht her jetzt auf Entspannung zu machen? Hast Du Dir das überhaupt verdient? ätzt der Kritiker.

Und ich fange an Resümee zu ziehen: In meinem Büro für ganzheitliches Coaching in Lampertheim hängt immer noch die nackte Glühlampe von der Decke, weil ich es immer noch nicht geschafft habe eine passende Lampe auszusuchen. Schande. Was sollen die Kunden denken? Und überhaupt, warum bin ich nach Lampertheim gezogen? Wäre Mannheim nicht der bessere Standort gewesen für Ganzheitliches Coaching mit Dein Lebenswandel. Bin wohl doch keine so tolle Businessfrau wie ich dachte. Und dann die Sache mit dem Fitnessstudio. In den letzten sechs Monaten habe ich sieben Kilos zugenommen und war genau drei Mal beim Sport. Geht gar nicht! Das gedankliche Gemetzel ging noch eine ganze Weile weiter.

Bis mir aufgefallen ist, dass es tatsächlich nur meine Gedanken sind die zwischen mir und meinem Glück stehen. Wieviel Zeit habe ich im vergangenen Jahr damit vergeudet indem ich gedankliche Schlachten mit meinem schlechten Gewissen geschlagen habe wegen dem unnötigerweise gegessenen Eisbecher und der nach oben ausschlagenden Waage?  Genau die Zeit, die ich hätte verwenden können um tatsächlich in Fitnessstudio zu gehen. Wie oft habe ich das Glücklichsein auf später verschoben – nämlich auf dann, wenn ich die Lampe ausgesucht und angebracht habe oder sobald ich 5 kg abgenommen habe. Oder wenn ich endlich eingekauft, geputzt und gekocht habe und die beste Gastgeberin ever war. Im Grunde genommen habe ich das Glücklichsein also auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Denn wann können wir schon sagen, dass wir alles, aber auch wirklich alles zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt haben? Nie. Denn das Leben ist ein buntes Karussell das niemals anhält.

Jetzt verstehe ich etwas besser was damit gemeint ist, dass man sein Glück nur selbst kreieren kann. Gerade in Zeiten in denen Stress, Krisen, Konflikte und Selbstzweifel unsere Tage prägen sollten wir uns die Zeit nehmen um für uns selbst zu sorgen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir glücklicher durchs Leben gehen ist umso höher je mehr wir auf uns achten. Und wenn wir glücklicher und entspannter sind dann ist es auch wahrscheinlicher, dass wir den Herausforderungen des Lebens mit mehr Elan und Freude begegnen – ein positiver Kreislauf. Ich bin dann mal in der Wanne…

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